ANA im Überblick
ANA ist eine international ausgerichtete Netzwerkfluggesellschaft aus Japan. Der IATA-Code NH steht auf Flugplänen und Tickets, während der ICAO-Code ANA vor allem im operativen Luftverkehr verwendet wird. Als zentrales Drehkreuz dient Tokio Haneda (HND) und Tokio Narita (NRT).
Die Airline gehört zur Star Alliance und nutzt ANA Mileage Club als Vielfliegerprogramm. Diese Angaben helfen bei der Einordnung, ersetzen aber nicht die Prüfung des konkreten Tickets. Bei Codeshares kann die vermarktende Airline eine andere sein als das Unternehmen, das Flugzeug und Besatzung stellt.
Alle Flotten- und Netzwerkangaben auf dieser Seite sind mit einer Berichtsebene versehen. Das ist wichtig, weil Airlinegruppen häufig Tochtergesellschaften, Regionalpartner, Frachtflugzeuge oder Wetlease-Maschinen einbeziehen. Unterschiedliche Zahlen sind nicht zwangsläufig falsch, wenn sie verschiedene Einheiten oder Stichtage beschreiben.
| Merkmal | Einordnung |
|---|---|
| Offizieller Name | All Nippon Airways Co., Ltd. |
| Land / Sitzumfeld | Japan |
| IATA / ICAO | NH / ANA |
| Rufzeichen | ALL NIPPON |
| Wichtigstes Drehkreuz | Tokio Haneda (HND) und Tokio Narita (NRT) |
| Weiterer Schwerpunkt | Osaka Itami und Osaka Kansai |
| Allianz | Star Alliance |
| Vielfliegerprogramm | ANA Mileage Club |
| Flotteneinordnung | 289 Flugzeuge in der offiziellen ANA-Gruppenstatistik per 31. März 2026; Betreiber und Frachter sind darin differenziert |
Geschichte von ANA
Die Vorgängergesellschaft Nippon Helicopter and Aeroplane wurde 1952 gegründet. Der Buchstabe NH im heutigen IATA-Code erinnert an „Nippon Helicopter“. 1958 entstand durch Zusammenschlüsse All Nippon Airways. Die Airline konzentrierte sich zunächst stark auf den japanischen Inlandsverkehr.
Mit der schrittweisen Öffnung internationaler Verkehrsrechte begann ANA ab den 1980er-Jahren ein eigenes Auslandsnetz aufzubauen. Die erste internationale Linienverbindung führte 1986 von Tokio nach Guam. In den folgenden Jahrzehnten kamen Ziele in Europa, Nordamerika und Asien hinzu.
ANA trat 1999 der Star Alliance bei. 2011 war die Airline Erstbetreiber der Boeing 787. Der Dreamliner wurde zu einem zentralen Muster für Inlands- und Langstrecken. Die heutige Gesellschaft All Nippon Airways Co., Ltd. wurde 2012 im Zuge der Holding-Struktur neu organisiert; die operative Markengeschichte reicht dennoch bis 1952 zurück.
ANA, Gruppe und Partner unterscheiden
ANA Holdings ist die übergeordnete Gruppe. Neben der Kernairline bestehen weitere Betreiber und Marken, darunter regionale Einheiten und Peach Aviation im Low-Cost-Segment. Die offizielle Flottenstatistik kann mehrere Betriebsebenen zusammenfassen. Deshalb sollte eine Gruppenflotte nicht unbesehen als reine ANA-Mainline-Flotte bezeichnet werden.
Auf innerjapanischen Verbindungen kann eine NH-Flugnummer von einem verbundenen Betreiber durchgeführt werden. Flugzeuggröße und Kabine unterscheiden sich entsprechend. Die Buchung nennt den tatsächlichen Betreiber und den verwendeten Flughafen.
Drehkreuze und Streckennetz von ANA
Tokio besitzt zwei zentrale Flughäfen: Haneda liegt näher am Stadtzentrum und trägt einen großen Teil des Inlandsverkehrs sowie zahlreiche internationale Flüge. Narita liegt weiter außerhalb und bleibt ein wichtiger internationaler Standort. Ein Wechsel zwischen HND und NRT ist ein Flughafenwechsel mit langer Bodenfahrt, kein normaler Terminaltransfer.
In Osaka gilt eine ähnliche Unterscheidung zwischen Itami und Kansai. Dazu kommen wichtige Inlandsstandorte wie Sapporo, Fukuoka und Okinawa. Für Reisende aus Deutschland sind Frankfurt und München sowie je nach Flugplan weitere Flughäfen relevant. Anschlusszeiten sollten immer anhand des korrekten Flughafencodes bewertet werden.
Flüge zwischen Deutschland und Japan
Für Reisende aus Deutschland sind insbesondere Flughafen Frankfurt, Flughafen München, Flughafen Düsseldorf als Ausgangs- oder Umsteigepunkte relevant. Welche Verbindung tatsächlich angeboten wird, hängt von Saison, Wochentag, Verkehrsrechten und operativer Planung ab. Eine früher bediente Strecke ist kein Beleg für einen aktuellen Flug.
Bei einer Buchung mit ANA sollte auf jedem Abschnitt die Zeile „durchgeführt von“ beziehungsweise „operated by“ geprüft werden. Sie zeigt, ob die Kernairline, eine Tochtergesellschaft, ein Regionalpartner oder eine andere Fluggesellschaft fliegt. Davon können Sitzplan, Handgepäck, Verpflegung und Ansprechpartner bei Störungen abhängen.
Ein gemeinsames Ticket bietet bei Anschlussproblemen in der Regel einen anderen Schutz als selbst kombinierte Einzelbuchungen. Bei getrennten Tickets müssen Reisende häufig selbst genügend Zeit für Gepäckausgabe, erneuten Check-in und Sicherheitskontrolle einplanen. Auch eine Verspätung des ersten Fluges verpflichtet die zweite Airline dann nicht automatisch zur kostenlosen Umbuchung.
Flugplan, Terminal und Einreisebestimmungen sollten kurz vor der Reise erneut kontrolliert werden. Das gilt besonders bei Langstrecken, weil sich Abflugzeiten, Flugzeugtyp oder Gate auch nach der Buchung verändern können. Verbindlich sind die aktuellen Angaben der Airline und des jeweiligen Flughafens.
Flotte und Flugzeugmuster von ANA
Die offizielle Statistik nennt per 31. März 2026 insgesamt 289 Flugzeuge. Boeing 787-8, 787-9 und 787-10 bilden einen besonders großen Teil des Bestands. Hinzu kommen Boeing 737, 767 und 777, Airbus A320 und A321 sowie drei Airbus A380 für die Honolulu-Verbindung. Dash-8-Turboprops bedienen regionale Strecken.
Die Gesamtzahl umfasst Passagier- und Frachtmuster sowie unterschiedliche operative Bereiche. Boeing 747-8F und weitere Frachter gehören nicht zum normalen Passagiererlebnis. Bei der Buchung ist außerdem zu beachten, dass 787 je nach Strecke verschiedene Kabinen besitzen können.
Reiseklassen, Service und ANA Mileage Club
Auf internationalen Langstrecken bietet ANA je nach Flugzeug Economy, Premium Economy, Business und First. Das Business-Produkt „The Room“ ist nicht in jeder Maschine verfügbar. Auf Inlandsflügen tragen Premiumsitze andere Bezeichnungen und folgen einem anderen Servicekonzept.
ANA Mileage Club ist das Vielfliegerprogramm. ANA gehört zur Star Alliance und kooperiert auf Europa-Verbindungen eng mit Lufthansa. Meilen, Statusvorteile, Loungezugang und Gepäck hängen vom Tarif und Betreiber jedes Abschnitts ab.
Tarife, Gepäck und Buchung richtig prüfen
Beim Preisvergleich zählt nicht nur der angezeigte Grundtarif. Gepäck, Sitzplatzwahl, Umbuchbarkeit, Erstattung und Zugang zu einer bevorzugten Sicherheitskontrolle können je nach ANA-Tarif enthalten, kostenpflichtig oder ausgeschlossen sein. Ein etwas höherer Tarif kann bei Aufgabegepäck oder notwendiger Flexibilität insgesamt günstiger sein.
Der gebuchte Marketing-Code beantwortet nicht alle Fragen. Maßgeblich sind außerdem ausführender Betreiber, Flugzeug, Abflugterminal und die Regeln des ausstellenden Tickets. Bei einer Reise mit mehreren Airlines sollten Gepäckdurchleitung und Zuständigkeit bei einer Unregelmäßigkeit vor dem Abflug geklärt sein.
Für Meilen und Statusvorteile bei ANA Mileage Club sind Buchungsklasse und Tarifbasis wichtiger als der sichtbare Markenname. Besonders günstige Tarife können weniger oder keine Statuspunkte bringen. Bei Partnerflügen sollte die gewünschte Vielfliegernummer bereits in der Reservierung stehen und auf der Bordkarte kontrolliert werden.
Reisende mit besonderen Anforderungen sollten Hilfe frühzeitig anmelden. Dazu gehören Mobilitätshilfe, medizinische Geräte, allein reisende Kinder, Assistenzhunde oder spezielles Gepäck. Die zulässigen Abmessungen und Fristen unterscheiden sich je nach Betreiber und Flughafen.
Umsteigen mit ANA
Am Drehkreuz Tokio Haneda (HND) und Tokio Narita (NRT) sollte die Umsteigezeit nicht nur nach der veröffentlichten Mindestzeit beurteilt werden. Ankunft an einer Außenposition, Passkontrolle, erneute Sicherheitskontrolle und ein weit entferntes Gate können zusätzliche Minuten beanspruchen. Wer mit Kindern reist oder Unterstützung benötigt, plant besser mehr Reserve ein.
Bei einer durchgehenden Buchung wird Aufgabegepäck meist bis zum Endziel gekennzeichnet, aber nicht in jedem Land ohne weitere Handlung weitergeleitet. In den USA beispielsweise erfolgt die Einreise am ersten Ankunftsflughafen. Auch an anderen Orten können Zoll- oder Sicherheitsregeln eine erneute Gepäckübergabe verlangen.
Ein Flughafenwechsel muss ausdrücklich erkannt werden. Ähnliche Städtenamen oder mehrere Airports in einer Metropolregion bedeuten nicht, dass ein interner Transfer bereitsteht. Bodentransfer, Einreise und neue Check-in-Fristen können einen erheblichen Zeitbedarf verursachen.
Bei langen Aufenthalten kann ein Stopover interessant sein. Vor dem Verlassen des Transitbereichs sind Einreiseerlaubnis, Gepäckstatus und Rückkehrzeit zum Flughafen zu prüfen. Die Airline veröffentlicht dafür teilweise eigene Programme, deren Bedingungen sich ändern können.
Flugnummer, Betreiber und Fluggastrechte einordnen
Eine Flugnummer mit dem Präfix NH zeigt zunächst, dass ANA den Flug vermarktet. Sie beweist nicht in jedem Fall, dass ein Flugzeug dieser Airline eingesetzt wird. Bei Codeshares steht der ausführende Partner in der Buchungsbestätigung. Diese Information sollte vor Sitzplatzwahl, Sondergepäckanmeldung oder einer Beschwerde geprüft werden.
Der ICAO-Code ANA und das Rufzeichen ALL NIPPON werden vor allem in der operativen Luftfahrt verwendet. Reisende arbeiten normalerweise mit dem IATA-Code NH. Auf Flughafenanzeigen kann dennoch zusätzlich das Logo eines Partners erscheinen, wenn mehrere Fluggesellschaften denselben Flug unter verschiedenen Nummern verkaufen.
Bei einer erheblichen Verspätung oder Annullierung hängt die rechtliche Einordnung unter anderem von Abflugort, ausführender Airline und Ursache ab. Für Flüge ab der Europäischen Union gilt die EU-Fluggastrechteverordnung grundsätzlich auch bei einer außereuropäischen Airline. Bei einem Rückflug aus einem Drittstaat kann die Situation anders sein. Individuelle Ansprüche sollten deshalb anhand des konkreten Reisewegs geprüft werden.
Ein kurzfristiger Flugzeugwechsel bei ANA ändert nicht automatisch die Flugnummer, kann aber Sitzplatz, Kabine oder Verfügbarkeit reservierter Plätze beeinflussen. Die Airline versucht üblicherweise, eine vergleichbare Beförderung anzubieten; ein bestimmter Flugzeugtyp ist jedoch normalerweise kein garantierter Vertragsbestandteil. Wer wegen Barrierefreiheit oder medizinischer Anforderungen einen bestimmten Sitz benötigt, sollte den Unterstützungsbedarf dokumentieren und frühzeitig bestätigen lassen.
Für eine belastbare Reiseakte empfiehlt es sich, Buchungsbestätigung, Gepäckbeleg, Bordkarten und Belege für notwendige Ausgaben aufzubewahren. Bei Unregelmäßigkeiten erleichtert das die Kommunikation mit Airline, Reiseveranstalter oder Versicherung. Screenshots von App-Anzeigen können ergänzen, ersetzen aber nicht die offiziellen Unterlagen.
Häufige Fragen zu ANA
Wo liegt das wichtigste Drehkreuz von ANA?
Das wichtigste Drehkreuz ist Tokio Haneda (HND) und Tokio Narita (NRT). Je nach Airline spielen zusätzlich Osaka Itami und Osaka Kansai eine Rolle.
Welche Codes verwendet ANA?
Der IATA-Code lautet NH, der ICAO-Code ANA. Das operative Rufzeichen ist ALL NIPPON.
Zu welcher Allianz gehört ANA?
ANA gehört zur Star Alliance. Konkrete Vorteile hängen von Tarif, Status und ausführender Airline ab.
Wie heißt das Vielfliegerprogramm?
Das Vielfliegerprogramm heißt ANA Mileage Club. Gutschrift und Vorteile richten sich nach den jeweils geltenden Programmbedingungen.
Welche Flugzeuge setzt ANA ein?
Wichtige Flugzeugfamilien sind Boeing 737, 767, 777 und 787, Airbus A320/A321 und A380 sowie De Havilland Dash 8. Das tatsächlich eingesetzte Muster kann sich bis zum Abflug ändern.
Ist Aufgabegepäck immer enthalten?
Nein. Der Gepäckumfang hängt von Strecke, Tarif, Reiseklasse und ausführendem Betreiber ab. Maßgeblich sind die Bedingungen der konkreten Buchung.
Quellen und redaktionelle Einordnung
Die Angaben wurden am 05.11.2026 redaktionell geprüft. Verwendet wurden vorrangig Unternehmensseiten und Geschäftsberichte. Flottenwerte tragen einen Stichtag; Flugpläne, Tarife und Kabinen können sich kurzfristig ändern.
Die Seite trennt sichtbare Airline, ausführenden Betreiber und Unternehmensgruppe. Diese Abgrenzung verhindert, dass Konzernflotten oder Partnerziele fälschlich allein der beschriebenen Fluggesellschaft zugerechnet werden.